Sicherheitshinweise von A-Z

Adventszeit

Die Adventszeit wird oft als die schönste Zeit des Jahres bezeichnet. Viele Lichter und Kerzen werden da in den Haushalten aufgestellt. Besonders die Kinder sind von diesem Anblick begeistert. Elektrische Kerzen haben zwar weitgehend das offene Licht ersetzt, der Adventskranz hat jedoch seine Wachskerzen behalten. Damit Sie die schöne Adventszeit genießen können haben wir hier einige Tips für Sie:

  1. Kaufen Sie den Adventskranz möglichst erst kurz vor dem 1. Advent und achten Sie darauf das er aus frischen Tannenzweigen geflochten worden ist.
  2. Bewahren Sie den Adventskranz bis zu seiner ersten Benutzung möglichst im Freien auf.
  3. Lassen Sie nachdem Sie die Adventskerzen angezündet haben den Kranz nie unbeaufsichtigt.
  4. Achten Sie darauf das die Kerzenhalter aus einem nicht brennbaren Material sind.
  5. Stellen Sie den Adventskranz nicht in der Nähe von Gardinen und Heizungen auf.
  6. Lassen Sie die Kerzen nie vollständig herunterbrennen, da ausgetrocknete Adventskränze verpuffungsartig verbrennen können und schnell zu Brandverletzungen führen.
  7. Sind in Ihrem Haushalt auch Kinder zuhause so bewahren Sie Feuerzeuge und Streichhölzer so auf, das sie nicht in deren Hände gelangen können.

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Alarmierung

Hier einige Tipps wie Sie dazu beitragen können die Helfer wie z. B. Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Bergwacht, etc. beim Absetzen des Notrufs richtig zu informieren. 

Mit Hilfe der 5 W´s kann sich das jeder recht einfach merken.

Bild: Schild Notruf Notruf Feuerwehr: 112
Bild: Schild Notruf Notruf Rettungsdienst: 19222
Bild: Schild Notruf Notruf Polizei: 110
Wo geschah es ? Möglichst genaue Angabe des Unfallortes (Ort, Straßennamen, Hausnummer, ....) Wichtig, da jede ungenaue Angabe den Rettungsdienst wertvolle Zeit kostet.
Was geschah ? Damit von der Rettungsleitstelle die richtige Hilfsorganisation alarmiert werden kann, ist es wichtig eine kurze Beschreibung zu machen was passiert ist. (z.B. Verkehrsunfall - eingeklemmte Person)
Wie viele Verletzte ? Durch diese Angabe erfährt die Rettungsleitstelle wie viele Rettungswagen oder gar ein Rettungshubschrauber vor Ort benötigt werden, um die Verletzten zu versorgen u. transportieren.
Welche Art der Verletzung ? Besonders schwere und lebensbedrohende Verletzungen angeben, da die Rettungsleitstelle evtl. einen Notarzt mitalarmieren muß.
Warten auf Rückfragen ! Es ist wichtig das nicht Sie, sondern die Rettungsleitstelle das Gespräch beendet. Es könnte sein das noch weitere dringend notwendige Informationen benötigt werden

Sind Fahrzeuge mit gefährlichen Stoffen im Spiel ist es  wichtig, dies ebenfalls der Rettungsleitstelle mitzuteilen. An den Fahrzeugen sind orangefarbene Warntafeln jeweils vorne am Kühlergrill und am Fahrzeugheck angebracht. Auf diesen Tafeln befinden sich Nummern, mit derer Hilfe bestimmt werden kann um welchen Stoff es sich handelt, und wie gefährlich dieser ist. Diese Nummern sollten der Leitstelle unbedingt mitgeteilt werden, da sie den anrückenden Einsatzkräften wichtige Informationen geben.

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Elektrizität

Zu einer der häufigsten Brandursachen in Privathaushalten gehört der elektrische Strom. Hier ein paar Ratschläge im Umgang mit der Elektrizität:

  1. Achten Sie beim Kauf  Ihrer elektrischen Geräte auf die Zeichen GS (geprüfte Sicherheit) und VDE (Verband deutscher Elektrotechniker). Vor dem Gebrauch des neu erworbenen  Elektrogerätes die Bedienungsanleitung genau studieren. Elektrische Geräte sollten regelmäßig überprüft werden, dies gilt besonders für das Kabel und den Stecker. Defekte Geräte nur durch einen Elektriker reparieren lassen.
  2. Eingeschaltete Elektrogeräte wie z. B. Bügeleisen, Friteusen, Heizstrahler, etc. nie unbeaufsichtigt lassen wenn das Gerät gerade in Betrieb ist. Nach Benutzung der Geräte den Netzstecker ziehen.  Verwenden Sie keine behelfsmäßigen Steckdosen, d.h. nicht über eine Steckdose und ein angeschlossenes Verteilerstück mehrere Geräte gleichzeitig betreiben. Bei alten Stromkabeln kann hier die Isolierung schmelzen und so durch die Überhitzung leicht ein Brand entstehen. Sofern in Ihrem Haushalt Kinder zuhause sind, so sollten die gut zugänglichen Steckdosen mit einer Kindersicherung versehen werden.
  3. Fernsehgeräte sollten möglichst frei aufgestellt sein, da sie im Betrieb viel Wärme erzeugen. Beim Einbau in Schränke sollten Vorhänge und ähnliches aus dem Bereich des Fernsehers entfernt werden.  Wird das Gerät abgeschaltet, sollten bei Einbaugeräten die Schranktüren noch einige Zeit offen bleiben, damit sich der Fernseher abkühlen kann. Bei Gewitter und längerer Abwesenheit den Netz- und Antennenstecker ziehen.
  4. Geräte, die heiß werden wie Kochgeräte, Bügeleisen oder Tauchsieder solltenstets nur auf feuerfeste Unterlagen abgestellt und nur unter Aufsicht verwendet werden. Bei der Benutzung eines Heizstrahlers oder eines Heizlüfters muss besonders darauf geachtet werden, dass sich keine brennbaren Gegenstände in  der Nähe befinden, die sich durch den Betrieb entzünden könnten. Gleiches gilt für Beleuchtungen (starke Glühbirnen) in Kellern und auf dem Speicher. Diese könnten durch ihre starke Wärmestrahlung in der Nähe liegende brennbare Gegenstände entzünden.

Unterlassen Sie das Arbeiten an Sicherungen. Auf keinen Fall dürfen Sicherungen repariert oder überbrückt werden. In diesem Fall kommt nur das komplette Austauschen einer Sicherung in Betracht. nach oben

Fernseher

Kaum ein anderes Gerät ist so oft im Dauereinsatz wie der Fernseher. Die wenigsten denken beim stundenlangen zuschauen nicht an die starke Erwärmung des Fernsehers. Hier einige Tips um eine Überhitzung des Geräts zu vermeiden.

  1. Der Fernseher sollte möglichst frei stehen, wobei 10 cm  Mindestabstand von einer Wand sein sollten, um die Wärme abzuführen die es erzeugt.  Ist das Gerät in einer Schrankwand integriert, so ist die Be- und Entlüftung umso wichtiger. Hier sollten auf jeden Fall diese Lüftungsöffnungen frei sein, also nicht etwa durch Zierdeckchen, Zeitschriften, Strickkörbe o.ä.abgedeckt werden. Nach Ausschalten des Gerätes sollten nicht sofort die Türen geschlossen werden, sonst kann die vorhandene Restwärme nicht entweichen und heizt den gesamten Schrank auf. Schon mancher überhitzter Fernsehapparat hat zu Wohnungsbränden mit oft schlimmen Folgen geführt. 
  2. Ist das Fernsehgerät eingeschaltet, sollte es nie unbeaufsichtigt bleiben. Bei längerer Abwesenheit wird empfohlen das Gerät über den Hauptschalter auszuschalten, die Bereitschaftsschaltung (stand by) also zu deaktivieren.
  3. Noch besser ist es jedoch, in einem solchen Fall aber auch bei der Gefahr eines Gewitters sowohl den Antennen- als auch den Netzstecker herauszuziehen. Bei ungewöhnlichen Bildstörungen oder gar Brandgeruch sollte der Fernseher sofort abgeschalten und der Stecker herausgezogen werden.
  4. Niemand wünscht es, dennoch kann es vorkommen: der Fernseher brennt. In diesem Fall sofort das Gerät abschalten und den Netzstecker herausziehen. Dann die Feuerwehr, Notruf: 112 alarmieren. Danach die Rückwand des Gerätes mit einer Wolldecke, keinesfalls mit einer Kunstfaserdecke  abdecken, um den Brand zu ersticken. Bei allen Löschversuchen sollten die Personen nur seitlich des Gerätes stehen, da in solchen Fällen stets die Gefahr einer Implosion der Bildröhre besteht. Durch die dabei herausgeschleuderten Glassplitter kann es zu empfindlichen Verletzungen kommen.
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Rauchmelder

Rauchmelder nach dem fotoelektronischen Prinzip Schützen Sie Ihr Zuhause ! Viele Brände entstehen aus Unachtsamkeit, Gedankenlosigkeit oder Vergeßlichkeit. Rauchmelder können Sie vor den daraus resultierenden Folgen bewahren. Wenn Sie weitere Informationen wünschen, wie sie sich vor einem Brand in Ihrer Wohnung schützen können, wenden Sie sich an Ihre Feuerwehr.
Rauchalarme - damit Sie aufwachen, bevor es zu spät ist... 

Viele Brandopfer sterben nicht an Verbrennungen, sondern an Rauchvergiftung. Welche Folgen der Rauch haben kann, ist abhängig von der Zusammensetzung und der Dosis der Atemgifte, die durch das Feuer entstehen. Besonders gefährlich sind nach Angaben von Experten Schwelbrände von Kunststoffmaterialien. Die freigesetzten Stoffe können die Atemwege verätzen, verengen oder durch zähen Schleim verstopfen.

In leichten Fällen treten Schleimhautreizungen auf,  mit eventuell bleibenden Schäden wie Asthma. In schweren Fällen ersticken die Opfer. Die Betroffenen leiden zunächst unter Atemnot, Husten und Angst. Bei hohen Konzentrationen werden die Menschen bewußtlos und sterben an Sauerstoffmangel.

Hochgefährlich ist Kohlenmonoxid (CO), das durch Verbrennung kohlenstoffhaltiger Materialien bei unzureichender Luftzufuhr entsteht und auch in Autoabgasen enthalten ist. CO bindet sich an die roten Blutkörperchen. Diese nehmen dann binnen Minuten keinen Sauerstoff mehr auf. Es kommt zu einer inneren Erstickung des Organismus. Eine ähnliche Wirkung entfaltet die noch giftigere Blausäure. Sie blockiert die Sauerstoffzufuhr der Zellen. Blausäure entstehe beim Verbrennen von Polyurethanen, die zum Beispiel in Polstermöbeln und Verschalungen enthalten sind.

Warum einen Rauchalarm ?

Brandrauch ist heimtückisch, moderne Haushalte sind von Möbeln bis zu Gebrauchgegenständen angefüllt mit Kunststoffen, bei deren Verbrennung giftiger Rauch entsteht. Selbst kleine Brandherde können so durch Rauchentwicklung zur großen Gefahr werden. Werden Schlafende nicht geweckt, droht die Gefahr einer Ohnmacht oder gar die des Erstickens. 

Ein Rauchmelder erkennt frühzeitig den bei Schwelbränden entstehenden Rauch und warnt durch einen lauten, pulsierenden Ton. Schlafende werden zu einem frühen Zeitpunkt geweckt, so daß Rettung noch möglich ist. 

Lautes Signal  Lautes Signal alarmiert Bewohner alarmiert Bewohner

Rauchmelder können Leben retten

Viele Menschen, die bei einem Brand zu Tode gekommen sind, könnten noch leben, wenn ihr Haus oder ihre Wohnung mit einem Rauchmelder ausgestattet gewesen wäre.

Rund 230 000 Mal jährlich werden die Feuerwehren zu einem Brand gerufen. In 80 Prozent der Fälle sind Privathaushalte betroffen. Die meisten Brände entstehen nach 23:00 Uhr, wenn die Menschen schlafen. Wenn der Brand von Nachbarn oder Passanten bemerkt wird, ist es für die Bewohner oft schon zu spät. 

Die Hauptgefahren für Leib und Leben sind Rauch und Qualm sowie die vom Feuer freigesetzten hochgiftigen Gase, die zur Ohnmacht führen. Die meisten Brandopfer - rund 800 pro Jahr in Deutschland - kommen nicht durch offenes Feuer, sondern durch Vergiftung oder Ersticken zu Tode.

Klassische Brandursachen im Privathaushalt sind:

Rauchmelder registrieren schon das kleinste Feuer und alarmieren die Bewohner durch ein lautes Signal.

Ein Foto-elektronischer Rauchmelder arbeit nach dem Streulichtprinzip. Eine Lichtquelle und ein Foto-Empfänger-Zelle sind so angeordnet, daß normalerweise kein Licht auf den Empfänger trifft. Alle 5 bis 10 Sekunden wird die Lichtquelle kurz aktiviert, Sind Rauchpartikel in einer bestimmten Konzentration in dem Gehäuse vorhanden, so reflektieren sie ein Teil des Lichtes auf den Empfänger und das Gerät spricht an. Ein eingebauter piezoelektrischer Alarm gibt einen lauten Warnton.

Die neuentwickelte foto-elekttronische Sensorkammer ist so konstruiert, daß sie unempfindlich für Störeinflüsse ist. Jedes Gerät wird einzeln geeicht um Fehlalarme z.B. von Zigarettenrauch, zu vermeiden.

Wo brauche ich einen Rauchmelder ?

Postionierung Rauchmelder für Mindestschutz und Erhöhter Schutz

Da die meisten Wohnungsbrände im Wohnbereich beginnen, empfiehlt es sich, den Rauchmelder zwischen Wohn- und Schlafbereich anzubringen.

In Wohnungen sollte als Mindestschutz ein Rauchmelder vor dem Schlafbereich angebracht werden. Bei getrennten Schlafbereichen (etwa in Kinder, Gäste-, Elternschlafzimmer) sollte vor jedem Schlafbereich ein Rauchmelder installiert werden.

Bei mehrstöckigen Häusern sollte als Mindestschutz ein Rauchmelder in jeder Etage und vor jedem Schlafbereich installiert werden. Bei ausgebauten Dachböden wird dringend empfohlen, einen Rauchmelder über der Treppe anzubringen. Bestmöglichen Schutz bietet ein Rauchmelder in jedem Raum.

Rauchmelder sollten an der Decke und möglichst in der Mitte des Raumes montiert werden. Ein Mindestabstand von 15 cm zu den Ecken und Wänden ist dabei stets einzuhalten.

Tips für den Kauf
Prüfzeichen GS

Batteriebetriebene Rauchmelder sind nicht teuer. Sie erhalten sie in Elektrofachgeschäften, Baumärkten und den Technikabteilungen von Kaufhäusern.


Bei der Ausstattung zu beachten:

 Rauchmelder für Gehörlose

Dieses System kombiniert eine Zentrale mit einem eingebauten Blitzlicht, einem oder mehreren Rauchmeldern und einem Vibrationsgeber, der beim Schlafen unter das Kopfkissen gelegt wird.

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Rettungswege

Die Feuerwehr weiß aus leidvoller Erfahrung wie groß plötzlich die Not sein kann, wenn Feuerwehrzufahrten oder Rettungswege blockiert sind. Wertvolle Minuten können verloren gehen, wenn meist schweres Rettungsgerät weit getragen werden muß. Parkende Autos auf Zufahrten kommen sehr teuer, da sie im Ernstfall Menschenleben kosten können. Deshalb sollte ein Fahrzeug nie, auch niemals für kurze Zeit in solchen Bereichen abgestellt werden, welche als Brandschutzzonen, Feuerwehrzufahrt oder Feuerwehrfläche gekennzeichnet sind.

Solche Flächen dienen als Bewegungsflächen für Einsatzfahrzeuge, die gerade bei Drehleitern einen großen Aktionsradius benötigen, um sinnvoll eingesetzt werden zu können. Es sollte auch immer so geparkt werden, daß eine Mindestdurchfahrtsbreite von 3 Metern frei bleibt. Ebenso müssen Hydranten auf Straßen und auf Bürgersteigen frei bleiben, da diese für die Feuerwehr oft die einzige Löschwasserentnahmestelle sind. Sind Gebäude weiter von öffentlichen Straßen entfernt, können diese nicht von der Feuerwehr angefahren werden. Hier müssen oft lange Wegstrecken zu Fuß mit schwerstem Einsatzgerät zurückgelegt werden. Solche Zugänge müssen eine Breite von mindestens 1,3 Metern und Türbreiten von einem Meter haben. Diese Wege dürfen niemals als Abstellfläche genutzt werden. Auch wer neugierig ist sollte bei einem Unglücksfall genügend Sicherheitsabstand zu den Rettungs- und Löschmannschaften halten, um deren Arbeit nicht zu behindern. Die Feuerwehr appelliert hier an das Verantwortungsbewußtsein jedes einzelnen. Man hilft dabei aber auch sich selber, da nur durch genügend Sicherheitsabstand eine Eigengefährdung ausgeschlossen werden kann. Unbedingt den Anweisungen von Polizei und Feuerwehr folgen, denn gerade bei Großbränden gibt es oft unsichtbare Gefahren wie z. B. giftige Dämpfe und Brandrauch.

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Silvester

Der Jahreswechsel naht, die Silvesterparty soll steigen. Wie bei jeder Party empfehlen wir auch hier, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu beachten.

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Weihnachten

"Alle Jahre wieder kommt das Christuskind...". Damit die Feuerwehr nicht kommen muß um den Weihnachtsbaum oder sogar die Wohnungseinrichtung zu löschen, raten die Brandschutzexperten Ihrer Feuerwehr einige grundsätzlichen Regeln zu beachten.

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